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Foto: auf der Insel Ortigia in Siracusa
Siracusa
Unser erster Ausflug mit dem weißen FIAT Punto - immerhin mit Klimaanlage, dafür ohne Servolenkung - führte uns nach Siracusa. Auf der mautpflichtigen Autobahn (eine Strecke 1,20 Euro) ging's bis
Catania. Von da geht´s auf einer Landstraße weiter Richtung Süden, bis man kurz vor Siracusa wieder auf einer zweispurigen Autobahn fährt. Nach etwa 1 Stunde und 45 Minuten erreichten wir
Siracusa und peilten zuerst den Parco Archeologica della Neapoli an. In diesem archäologischen Park befinden sich gleich mehrere antike Anlagen. Leider finden jedoch auch hier Aufführungen statt. Die
Vorbereitungen dazu störten die Besichtigung doch sehr. Im griechischen Theater versperrte, wie schon in Taormina, eine riesige neue Leinwand den Anblick. Im römischen Amphitheater war der gesamte
Fußboden mit Brettern und Plaststuhl- Reihen verbaut.
 Foto: Dom Santa Maria della Colonne auf Ortigia
Oberhalb des griechischen Theaters, der aus dem 5. Jahrhundert vor Christus
stammt und in dem immerhin einmal 15.000 Zuschauer Platz fanden, befinden sich byzantinische Gräber im Fels. In einer Felsnische ist das Nymphaeum, das den Musen geweiht war und in dem eine Quelle
fließt. Geht man an den Grabnischen und dem Nymphaeum nach rechts weiter, hat man linker Hand einen schönen Blick über einen antiken Steinbruch, den Latomia del
Paradiso. Am Eingang vorbei, wo wir die Tickets erhalten hatten, gingen wir die Gasse wieder ein Stück Richtung Straße zurück. Direkt nach dem Ein- und Ausgang schauten wir uns noch durch einen Zaun
rechts Reste des Altars Hierons II. aus dem 3. Jahrhundert vor Christus an. Hier wurden Tier-Opfer zelebriert. Zu sehen ist heute nur noch der lang gestreckte Fußboden. Weiter
oben am Weg zur Straße ging es dann nach rechts an ein paar Sarkophagen vorbei zum römischen Amphitheater. Es wurde im 3. Jahrhundert nach Christus gebaut.
Danach stiegen wir wieder in das Auto und fuhren auf die Insel Ortigia in Siracusa. Wir ließen gleich nach der Brücke den FIAT direkt am Wasser stehen und gingen zu Fuß weiter.
Als erstes kamen wir am Apollon-Tempel vorbei. Er ist der älteste dorische Tempel Siziliens. Allerdings stehen heute nur noch wenige Säulen. Neben dem Piazza Duomo sahen wir uns
die Fonte Aretusa an, eine Süßwasserquelle direkt am Meer mit Papyruspflanzen. Hinter der barocken Fassade des Doms soll sich ein gut erhaltener griechischer Tempel verbergen,
zu dem wir leider keinen Zutritt hatten.
 Foto: Süßwasserquelle Fonte Aretusa auf Ortigia
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Ätna
Die Besichtigung des Vulkans Ätna, der erst im Vorjahr (2001) spektakulär ausbrach, war natürlich Pflicht. Der Ätna umfasst ein riesiges Gebiet und besteht aus über 200 Kratern.
Die
Besichtigung des Ätna vom Rifugio Sapienza, also von Süden aus, ist eine Möglichkeit. Man kann den Vulkan auch von Norden aus anfahren.
 Foto: Lavastrom von 2001
Wir fuhren auf etwas über 1.900 Meter Höhe zum Rifugio Sapienza. Hier kam 2001 der Lavastrom herunter. Wie wir noch
sehen konnten, musste die Straße zur Seilbahn danach wieder frei geräumt werden.
Normalerweise kann man vom Rifugio Sapienza mit der Seilbahn höher fahren. Da aber bei dem letzten Ausbruch des
Ätna die Bergstation verschüttet wurde, wichen wir auf die Alternative, eine etwas teure (38 Euro pro Person) Gelände- Busfahrt aus, die uns auf über 2.500 Meter
brachte. Es lohnt sich aber auf alle Fälle.
Die Fotos können das Erlebnis nicht vermitteln, wie es ist, über warme Lavaschichten zu wandern und die Hitze zu spüren, die aus den Spalten steigt.
Von dort oben sahen wir in den frischen Vulkankegel hinein, der 2001 ausgebrochen war.
 Foto: rauchende Hauptkegel des Ätna
Der Hauptkegel des Ätna hat eine Höhe von fast 3.400 Meter und war selbst jetzt im Juli noch mit etwas Schnee bedeckt. Der
Rauch, der aus ihm aufstieg, vermittelte einen Eindruck von den schlafenden Urgewalten. Auf der Fahrt wieder nach unten hielten wir an der 2001 verschütteten
Bergstation. Dieser Anblick zeigt deutlich die Gefahren, die ständig vom Ätna ausgehen.
 Foto: beim Ausbruch 2001 verschüttete Bergstation
Wieder unten angelangt, umrundeten wir noch den Crateri Silvestri, der sich
unmittelbar neben dem Parkplatz befindet und 1892 entstanden ist. Von hier aus konnten wir schön sehen, wo 2001 die Lava am Berghang herunterkam.
Besonders interessant fanden wir die
unterschiedlichen Entwicklungsstadien der Vegetation. In Abhängigkeit vom Alter der Lava reichte der Zustand von total karg (frische Ausbrüche) über flechtenartige
Büschel bis hin zu stark bewachsenen grünen Hängen (mehrere Jahrzehnte alte Lava).
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