 Foto: Mdina
Alte Hauptstadt Mdina Vor der Zeit der Ordensritter, der Johan- niter, war Mdina Maltas alte Hauptstadt. Sie liegt im Süd-Westen Maltas auf einem
knapp 200 Meter hohen Hügel, was für maltesische Verhältnisse schon Hoch- gebirge ist. Und so hat man einen guten Rundblick auf Malta. Mdina wird von hohen Mauern und einem tiefen Graben umgeben.
Innerhalb dieser mittelalterlich wirkenden Stadt wohnen noch etwa 400 Einwohner und es gibt mehrere Museen, Kirchen und andere schöne Gebäude. Wir schauten uns besonders intensiv die St. Pauls Kathe-
drale und das zugehörige Museum an.
 Foto: Das Stadttor von Mdina
Den Besuch Mdinas verbanden wir mit
einer Besichtigung der Nachbarstadt Rabat mit 13.000 Einwohnern. Dabei sahen wir uns die St. Pauls Kirche mit der darunter liegenden Grotte, die St. Pauls
Katakomben und die St. Agatha´s Katakomben an. Beides sind alte, unterirdische und weitläufige Begräbnisstätten, in denen man vereinzelt noch Knochen findet.
 Foto: Krypta in den St. Agathas Katakomben
Maltas grüner Garten Ein lohnenswertes Ausflugsziel in der näheren Umgebung: der einzige Wald Maltas, der Buskett Garden im Süden von Mdina und Rabat. Hier kann man sich im schattigen Grün von Orangen-, Maulbeer- bäumen, Kiefern und Palmen erholen. Während unseres Urlaubs war der Mnarja
Feiertag, das Erntedankfest auf Malta (am 29. Juni). Der Buskett Garden war an diesem Tag gerammelt voll. Auf einer Bühne sangen vier ältere Männer um die Wette, einer lauter und schräger als der
nächste. Außerdem gab´s eine große Ausstellung landwirtschaftlicher Erzeugnisse und herausgeputzter Nutztiere mit Preisverleihung. Zusammen mit der Blaskapelle und etlichen Imbiss- und
Getränkeständen ist es ein Riesenfest auf Malta.
 Foto: Der Buskett Garden |
Rätselhafte Karrenspuren
Gleich neben dem Buskett Garden ist das von den Engländern nach einer Londoner Eisenbahnstation benannte Clapham Junction. Hier findet man sehr gut
sicht- bare Karrenspuren aus der Bronzezeit, für uns neben dem Hypogäum die spannendste Sehenswürdigkeit auf Malta.
Und zwar war sowohl Malta als auch Gozo einmal von
diesen in den Fels einge- schnittenen Karrenspuren überzogen, die wie ein modernes Schienennetz aussehen. Man kann wirklich Weichen (Abzweigungen) sehen, mehrere auf wenigen Metern. Sehr rätselhaft
ist, von wem und warum dieses aufwendige Netz geschaffen wurde.
So rätselhaft, dass sich auch Erich von Däniken in
seinen Vorträgen mit den Karrenspuren Maltas beschäftigt.
 Foto: Clapham Junction
Ganz in der Nähe der Spuren sind die
Dingli Cliffs, eine steile Felsküste an der Westküste Maltas.
 Foto: Die Dingli Cliffs
Rotunda in Mosta
Nordöstlich von Mdina befindet sich Mosta mit seiner Rotunda. Das ist eine beein- druckende Kuppelkirche. Durch die selbst-
tragende Kuppel fiel im 2. Weltkrieg eine Bombe, die aber nicht explodierte.
Sie hat einen äußeren Durchmesser von 54
Meter und soll damit die viertgrößte Europas nach denen des Petersdoms, der St. Pauls Cathedral in London, und der Kirche von Xewkija auf Gozo sein.
 Foto: Rotunda in Mosta
Zwischen Mosta und Mdina, in Ta Quali, sind in den Gebäuden eines ehemaligen
Flugplatzes mehrere einheimische Handwerksbetriebe untergebracht. Direkt daneben schauten wir den Glasbläsern von Mdina Glas bei ihrer Arbeit zu.
 Foto: In Mdina |