Tor-alf´s Seiten: Reisen nach Malta 2/5

Karte MaltaMellieha BaySkorba und Ta ´Hagrat TempelBlaue GrotteHagar Quim und Mnajdra TempelGhar Dalam HöhleTarxien TempelHypogäumGolden Bay

Malta Fahne

zurückweiter

Malta Linie

Malta: Ta´ Hagrat Tempel
Foto: Ta´Hagrat Temple in Mgarr auf Malta

Baden
Zwar lag unser Hotel direkt am Meer, aber baden war dort durch das Felsufer nicht schön. Ist aber nicht schlimm, denn die guten und wirklichen (Sand-)Strände sind auch nicht weit. Uns gefiel die Melliah-Bay im Norden Maltas am besten, auch wenn sie am Wochenende ziemlich überlaufen ist. Hier waren wir am meisten. Das Angebot zum Ausleihen von Liegestühlen mit Matratzen und Sonnenschirm sollte man nutzen, auch wenn es für zwei Leute etwa drei Maltesische Lire (die meisten sagen aber Pfund, also Pound) für den Tag kostet. Denn die Sonne ist kräftig. In unserer Urlaubszeit (Ende Juni / Anfang Juli) waren meist um die 30 Grad Celsius im Schatten, den es aber in dieser Zeit durch Wolken insgesamt höchstens eine Minute lang gab!
Ansonsten badeten wir an den auch sehr guten Sandstränden im Nord-Westen Maltas Golden Bay und Ghajn Tufflieha Bay, die unmittelbar aneinander grenzen.
Während unseres Tages-Ausfluges auf die Insel Gozo machten wir zum Baden in der Ramla Bay halt (auch ein schöner Sandstrand).

Malta: Tarxien Tempel
Foto: Tarxien Tempel

Tempel-Touren
Auch wenn das Baden im Mittelmeer schön war, dafür sind wir jedenfalls nicht nur nach Malta geflogen. Wir interessieren uns sehr für Altertümliches und für Geschichte. Und da bietet Malta sehr viel. Kurz vor unserem Urlaub sahen wir im deutschen Fernsehen einen Bericht über das Hypogäum in Paola. Eine unterirdische Anlage, die lange für Touristen gesperrt war, jetzt aber wieder für kleinere Gruppen zur Besichtigung frei gegeben ist. Der Fernseh-Tipp, auf Grund der zugelassenen geringen Besucher-
anzahl sich schnell um Eintrittskarten zu bemühen, war wertvoll. Wir haben mit Hilfe des Hotels gleich am ersten Tag Karten reserviert, die erste mögliche Führung fast eine Woche darauf war ein Erlebnis.
Leider sind - aus Schutz der empfindlichen Zeichnungen - Fotoaufnahmen durch Besucher nicht gestattet. Postkarten oder ähnliches mit Fotos aus dem Hypogäum haben wir auch nicht gefunden. Dafür haben wir zur Erinnerung eine kleine, etwa 2,50 DM kostende, deutschsprachige Broschüre über das Hypogäum erworben.

Malta: Blaue Grotte
Foto: Blaue Grotte

Aber müsste man sich auf Malta für nur ein Besichtigungsziel entscheiden, so ist das unserer Meinung nach das Hypogäum! Auf keinen Fall verpassen und gleich nach An- kunft auf der Insel Karten besorgen! Die ersten Entdecker Ende des 19. Jahrhunderts waren Bauarbeiter. Aus Angst, diese Entdeckung würde ihre weitere Arbeit verhindern, schütteten sie die entdeckten Öffnungen mit Bauschutt zu! Wenige Jahre später, durch diese Aktion der Bauarbeiter war natürlich wieder einiges zerstört worden, was über Jahrtausende erhalten blieb, musste alles mühselig wieder freigelegt werden.
Das Hypogäum ist rund 5.000 Jahre alt und die einzige vollständig erhaltene Kultstätte aus der Jungsteinzeit und war wahrschein- lich eine Begräbnisstätte.

Malta: Tempel Hagar Quim
Foto: Tempel Hagar Quim

Archäologen fanden etwa 7.000 Skelette und Reste von mehr als 20.000 weiteren Toten. Das Hypogäum besteht aus drei in den Fels eingearbeiteten Etagen. Hier wurde auch die "Schlafende Venus" ge-
funden, die heute im Archäologischen Museum von Valletta ausgestellt ist.
Direkt neben Paola ist der Ort Tarxien, wo wir die größte maltesische Tempelanlage besuchten. Sie besteht aus sechs einzelnen Tempeln, die zwischen 3.800 und 2.500 vor Christus entstanden sind.
Zwei weitere alte Tempel, die wir uns auf der Hauptinsel Malta anschauten, befinden sich im Westen:
Der Ta´Hagrat Tempel in Mgarr und der Skorba Tempel in Zebbiegh. Beide kann man durch den Zaun gut besichtigen, Eintrittsgeld wird hier nicht fällig.

Noch beeindruckender sind die nur etwa 500 Meter voneinander entfernten Tempel
Hagar Quim und Mnajdra. Sie liegen direkt am Meer im Süden von Malta an der Straße zwischen Tal Bajjada und Wied iz-Zurrieq und sind zum Teil über 5.000 Jahre alt. Wir konnten den Mnajdra-Tempel leider nur von außen anschauen, allerdings hatten wir einen guten Einblick auf die Gesamtanlage. Kurz zuvor hatten Vandalen Teile des Tempels zerstört. Kurz nach unserem Urlaub sollte der Tempel aber wieder geöffnet werden. Für beide Tempel (Hagar Quim und Mnajdra) gilt eine Eintrittskarte.
Man kann die Besichtigung am besten mit einer Bootsfahrt zu der natürlich gebildeten Felsküste der Blauen Grotte (Blue Grotto) verbinden, die mit kleinen Booten von Wied iz-Zurrieq starten. In der Vormittagssonne lohnt sich der Besuch hier besonders. Vor 9 Uhr 30 braucht man aber nicht da sein, vorher gehen die Fahrten nicht los.
 

Da wir gerade im südlichen Zipfel von Malta sind: Hier haben wir noch die Höhle Ghar Dalam (Höhle der Finsternis) besucht. Sie liegt an der Straße zwischen Hal-Ghaxaq und Birzebbuga und ist Maltas bedeutendste Fundstelle für fossile tierische Knochen. Knochen auch von Tieren, die bis vor etwa 10000 Jahren auf Malta lebten. Am beeindruckendsten fanden wir, dass es Zwerg- Elefanten gab, die zum Teil nur so groß wie Bernhardiner- Hunde wurden. Schade, dass solche Tiere mehr existieren! Bei einer heutigen Besichtigung sieht man eher selten Knochen, dafür ist Ghar Dalam eine schöne Tropfsteinhöhle. Tierknochen und Reproduktionen davon kann man im zugehörigen Museumsraum anschauen.
Ansonsten hat uns das Fischerstädtchen
Marsaxlokk gefallen, wo wir am Sonntag vormittag im Hafen Maltas größten Markt besuchten.
Einen weiteren gut erhaltenen Tempel findet man auf Gozo - den Ggantija Tempel.

Malta: Ggantija Tempel auf Gozo
Foto: Ggantija Tempel auf Gozo

Malta Linie

zurückhochweiter