Im Süden von British Columbia

Gruseln am Kootenay Lake, Filmfeeling in Nelson

Tag 19
Wir verlassen Fort Steele Richtung Okanagan Valley. Das Wetter ist wieder klasse, Sonne satt bei 25 Grad. Wir fahren zunächst auf dem Highway 3.
Hinter einem kleinen Nest namens Yakh halten wir. Wir werden durch eine mit allem möglichen Krempel (Stühle, Töpfe und so weiter) gestylte Scheune auf die Stelle aufmerksam. Davor steht ein alter Eisenbahnwagon. Wir essen erstmal leckeres Eis. Hinterm Eisladen geht ein Weg zum Fluss. Dort ist es wie in einer anderen Welt. Ein hübscher Grillplatz mit Stühlen, Sonnenschirmen und kleinen Figuren überall (aber nichts Kitschiges). Der Fluss strahlt eine herrliche Ruhe aus.
Yakh Es ist wirklich schön hier. Eine Menge Schmetterlinge scheinen die Stelle auch zu lieben.
Neben dem Eisladen gibt es eine kleine Seifenfabrik mit Andenken-laden. Die Besitzerin spricht gut deutsch. Sie ist zwar aus Bolivien, ihre Großeltern sind aber aus Russland, Mitglieder der Menoniten. Es entwickelt sich ein netter Plausch.

Wir fahren weiter und biegen nach Norden auf den Highway 3 A ab. Es geht immer dicht am Kootenay Lake entlang. Da wir sowieso direkt daran vorbei kommen, halten wir kurz am Boswell Glass House. Ein Halt für 8 CAD pro Person mit Gruselfaktor. Das Haus ist die Idee eines ehemaligen Leichenbestatters. Er baute es mit leeren Flaschen, in denen vorher Einbalsamierungsflüssigkeit war. Das Haus selbst, in dem im Winter die Nachfahren des Leichenbestatters wohnen sollen, ist ganz interessant. Der Garten mit Gartenzwergen ist aber arg kitschig. Allerdings gibt es hier unter anderem auch eine Brücke und einen Aussichtturm aus Flaschen zu bestaunen. Das Beste am Haus ist jedoch die tolle Lage am Kootenay Lake.

Blick vom Glass House auf den Kootenay Lake Die Tour geht weiter. Die Straße ist kurvenreich und eng. Wir finden den General Store in Gray Creek, nicht jedoch die in einem unserer Reiseführer beschriebene ominöse Kiste. Angeblich kann man sie behalten, wenn man den Inhalt errät.

Die Fähre von Kootenay Bay aus soll die längste kostenlose Autofähre der Welt sein. Ob sie die Längste ist, wissen wir nicht. Aber umsonst ist sie wirklich. Erstaunlich, dass es so Etwas in der heutigen Zeit überhaupt noch gibt. Wir stehen in der dritten Wartespur ganz vorn. Ich befürchte schon, dass wir auf die nächste Fähre warten müssen, da sie nicht sehr groß aussieht. Aber wir kommen gleich im ersten Anlauf mit an Bord. Die Fähre setzt in etwa 30 Minuten über den Kootenay Lake. Wir rollen von der Fähre und fahren weiter bis Nelson.

Nelson Die Gebäude aus der Blütezeit der Stadt an der Baker und Ward Street dienten schon als Filmkulisse. Wir finden es hier sehr sehenswert und vertreten uns ein bisschen die Füße. Beim Gehen und gleichzeitig Fotografieren trete ich vor einem Laden einen Werbeaufsteller um. Wir stellen ihn provisorisch wieder auf und hauen schnell ab.
Gegen 18.30 Uhr erreichen wir den Castlegar RV Park & Campground. Wir bekommen einen Platz unter einem großen Baum.
Campground-Check: OK für eine Nacht, full hook up, enge Plätze, sehr nah am Nachbarn, unser Stellplatz: Nummer 12

Route Fort Steele (Fort Steele Resort & RV Park) - Kootenay Bay (Fähre) - Balfour - Nelson - Castlegar (Castlegar RV Park & Campground): etwa 277 km

Am Fluss bei YakhYakhGlass HouseBlick vom Glass House auf den Kootenay LakeGlass HouseFähre über den Kootenay LakeFähre über den Kootenay LakeNelsonCastlegar RV Park & Campground