Im Norden von British Columbia und in Alaska

Auf den Spuren der Pelzhändler

Tag 11
Früh flicken wir erst mal unser RV zusammen. Die Klinke von der Fliegengittertür hat sich selbstständig gemacht und die Gummiabdeckung von der Fuß-Feststellbremse kleben wir auch schon das zweite Mal fest. Aber das sind nur Kleinigkeiten, die uns nicht wirklich stören. Was uns wirklich stören wird, werden wir erst am nächsten Tag erleben. Aber dazu später mehr.

Wir fahren Richtung Prince George. Bis Prince George werden wir auch noch auf dem Yellowhead Highway (16) bleiben. Wir nehmen einen Umweg in Kauf und machen einen Abstecher auf der Straße 27 zum restaurierten Fort St. James.
Im Fort St. JamesAuf diesem alten Pelzhandelsposten werden wir von einer netten Dame am Empfang mit einem Wortschwall begrüßt, abkassiert (7,15 CAD pro Person sind OK) und losgeschickt. Es ist eine Reise in die Vergangenheit um 1880. Es gefällt uns sehr gut hier. Die zeitgemäß eingekleideten "Darsteller" sind sehr bemüht, uns Geschichte zu vermitteln.
Im Lagerhaus treffen wir einen ausgewanderten Bayern, der seine Rolle aber ebenso grandios spielt wie die anderen "echten" Kanadier. Wir sehen, wie die Leute hier früher gelebt und gearbeitet haben.

Im Store treffen wir die Empfangsdame wieder, auch sie spielt hier ihre Rolle. Augenzwinkernd erzählt sie uns, dass hier der Strichcode erfunden wurde. Auf einer Decke zeigt sie uns 2 lange und einen halben Strich. Das bedeutet, diese Decke kostete 2,5 Biberpelze, die damalige Währung. Zum Schluss sehen wir uns noch einen 15- minütigen Film über den Pelzhandelsposten und die ihre Pelze eintauschenden Indianer aus der Sicht eines dort arbeitenden Zahlmeisters an. In deutsch!

In Reiseführern lasen wir, wer sich Fort Steele oder Barkerville ansehen will, kann sich Fort St. James sparen. Wir sind jetzt aber der Meinung, man sollte sich alle drei ansehen, wenn es die Zeit erlaubt. Denn auch Fort St. James ist sehr interessant und hatte früher als Pelzhandelsposten eben eine andere Funktion als Barkerville (Goldgräberstadt) und Fort Steele (Westernstadt).

Unser Stellplatz auf dem Sintich CampgroundNach einer sehr langen Tagesetappe erreichen wir abends Prince George und finden auch schnell den Sintich RV Park. Er ist eine Mischung aus Campingplatz und Trailerpark, außer RV´s stehen hier auch Bungalows.

Campground-Check: full hook up, drive through - Plätze, gut, etwas eng, unser Platz: die Nummer 36 am Ende einer Reihe, so haben wir nur einen Nachbarn

Route Smithers (Glacier View RV Park) – Fort St. James – Prince George (Sintich RV Park): etwa 484 km

Fort St. JamesFort St. JamesFort St. JamesFort St. JamesFort St. JamesFort St. JamesFort St. James