Im Norden von British Columbia und in Alaska

Durch die Inside Passage

Tag 7
Heute steht die Inside Passage auf dem Plan. Früh stehen wir auf und fahren zum Fähranleger der BC Ferries in Port Hardy. Erst müssen wir noch über 100 CAD nachzahlen. Das Reisebüro hatte keine Tax (Steuer) gezahlt. Mit dem Motorhome fahren wir auf die Fähre "Northern Adventure". Als ich sehe, dass die Fahrzeuge in der Fähre umdrehen müssen, wird mir schon ganz anders. Aber Dank kompetenter Einweiser klappt es sehr gut.
Wir verlassen das Fahrzeug und suchen uns im riesigen Sitzbereich ein schönes Fleckchen. Pünktlich um 7.30 Uhr legt die Fähre ab. Wir schauen uns auf der Fähre um: Gaststätte, Einkaufsmarkt - hier fehlt es an nichts. Schließlich soll die Fahrt 15 Stunden dauern. Draußen ist es noch sehr neblig. Die vielen kleinen Inseln sind mehr zu erahnen als zu sehen. Es klart aber langsam auf und wir werden sogar noch Sonnenschein erleben.
Doch zu Beginn noch ein kleiner Schreck: wir werden - natürlich auf englisch - ausgerufen. Bei der Information erklärt man uns, dass wir das Außenlicht über der Eingangstür des RV haben brennen lassen. Danke schön. Das wäre sonst ganz schön auf die Batterie gegangen.

Die Fahrt durch die Inside Passage ist wunderschön. Es geht vorbei an herrlicher Landschaft: Küstenstreifen und Inseln mit Regenwald und Wasserfällen. Einfach nur grandios. Wir sind viel draußen an Deck, da das Wetter immer besser wird. Da haben wir mal wieder Glück. Entlang der Route soll es fast immer regnen. Wo sollen die Regenwälder sonst auch herkommen.
Unterwegs legen wir mit der Fähre an einem kleinen Anleger ohne erkennbarer Ortschaft an. Ein paar Leute verlassen die Fähre, ein paar kommen hinzu. Für viele Bewohner hier ist die Fähre die einzige Verbindung nach draußen.
Unterwegs macht der Kapitän auf einen Wal aufmerksam. Tatsächlich sehen wir einen Humpback-Wal (Buckelwal), der nicht weit von der Fähre kurz auftaucht. Wahnsinn. Eine Whale-Watching-Tour haben wir nirgends gebucht. So freuen wir uns, dass wir trotzdem einen Wal zu Gesicht bekommen.
Als es dunkel wird, fängt es doch an zu regnen. Macht nichts, draußen sieht man eh nichts mehr. Wir bleiben den Rest der Strecke drin.
Unser Stellplatz auf dem Kinnikinnick Campground bei Prince RupertDie Fähre ist ziemlich teuer: über 500 Euro. Aber sie bringt uns entspannt weit in den Norden. So sparen wir ein großes Stück Strecke auf der Straße.
Wir kommen mit etwa einer Stunde Verspätung gegen 23 Uhr in Prince Rupert an. Um 23.30 Uhr geht es runter von der Fähre.
Als wir den vorgebuchten Kinni-kinnick Campground & RV Park nach wenigen Kilometern in Port Edward erreichen, ist es schon bald Mitternacht. Der Stellplatz ist sehr eng und das Einrangieren im Schein unserer kleinen Taschenlampe etwas mühselig.

Campground-Check:
full hook up, gut, aber enger Stellplatz (Y)

Route Port Hardy (Quatse River Campground) - Port Edward (Kinnikinnick Campground & RV Park): mit der Fähre durch die Inside Passage, wenige Kilometer mit dem RV zum Campground

Unsere Fähre, die Northern AdventureWährend der Fahrt durch die Inside PassageWährend der Fahrt durch die Inside PassageWährend der Fahrt durch die Inside PassageZwischenstation auf der Fahrt durch die Inside PassageWährend der Fahrt durch die Inside PassageWährend der Fahrt durch die Inside PassageWährend der Fahrt durch die Inside Passage